BAföG-Tour: Tolle Aktion, die keine Fragen offen lässt

Eine junge Frau und ein junger Mann verteilen Taschen mit dem BAföG-Logo.

16 Bundesländer, 21 Tage, 28 Hochschulen, ein Ziel: Informationen über die Studienfinanzierung mit dem BAföG. Wer hat Anspruch? Wie funktioniert die Antragstellung? Was hat sich durch die Reform im Sommer 2019 geändert? Fragen wie diese wurden in persönlichen Gesprächen während der BAföG-Tour vom 14. Oktober bis 4. November beantwortet.

Von Rostock bis München, von Berlin bis Köln - quer durch Deutschland reiste die BAföG-Tour im Herbst 2019. Das BAföG-Team informierte vor Ort in Universitäten und Fachhochschulen. Zur Mittagszeit wurden vor den Mensen Informationsstände aufgebaut, Promotionsteams schwärmten auf dem Campus aus, luden dazu ein, sich aus erster Hand schlau zu machen. Beraterinnen und Berater von den Studierenden- und Studentenwerken sowie der BAföG-Hotline standen für persönliche Gespräche zur Verfügung. So blieb keine Frage unbeantwortet.

In den Gesprächen wurde deutlich, dass so gut wie alle Studierenden in Deutschland von der BAföG-Förderung gehört hatten. Doch der nächste Schritt, einmal selbst praktisch durchzuspielen, ob die Chance auf eine finanzielle Unterstützung durch den Staat besteht, bleibt oftmals aus. Hier setzte die BAföG-Tour an und ermunterte mit der Kombination aus Infostand und persönlicher Beratung die jungen Leute, sich mit dem BAföG auseinander zu setzen. Denn nach der BAföG-Reform im Sommer 2019 haben mehr junge Menschen Anspruch auf BAföG und es gibt monatlich mehr Geld als früher. Eine der meist gestellten Fragen war: „Ist es nicht zu kompliziert, den Antrag zu stellen? Da muss ich doch so viele Nachweise bringen, auch von meinen Eltern.“ Und immer lautete die Antwortet: „Den Antrag zu stellen ist unkomplizierter, als ihr denkt. Zudem könnt ihr euch Hilfe holen. Ihr müsst das nicht allein stemmen.“

Auf dem Weg zum Mittagessen nicht nur einen ersten Informationsflyer mit den Neuerungen in die Hand gedrückt zu bekommen, sondern auch gleich auf Ansprechpersonen für konkrete Fragen zu treffen, kam überall ausgezeichnet an. „Die Hälfte ist geschenkt?! Da muss ich mich dann wohl mal genauer informieren“, meinte etwa ein Student an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin. Seine Kommilitonin hatte gleich eine konkrete Frage, die sie loswerden wollte: Sie plant ein Auslandssemester und freute sich über die Antwort, dass die BAföG-Förderung nicht an den deutschen Grenzen endet. Auch wenn eine Ausbildung im Ausland absolviert wird, kann man BAföG beziehen. Das ist bis zu einem Jahr möglich, bei einem Aufenthalt in der EU oder der Schweiz kann auch die ganze Ausbildung im Ausland gefördert werden. Je nach Zielland sind unterschiedliche Auslandsämter zuständig, deshalb ist es sinnvoll, sich individuell zu informieren.

In Rostock ging es ebenfalls um konkrete Fragen. „Wie ist das mit dem BAföG, wenn man eine Behinderung hat?“, wollte eine Studentin mit einer chronischen Erkrankung wissen. Für sie lautete die gute Nachricht, dass sie zum einen längere Studienzeiten einplanen und zudem die BAföG-Förderung über die übliche Höchstdauer hinaus erhalten kann. Das gilt übrigens auch bei Schwangerschaft oder der Pflege und Erziehung eines Kindes bis zum Alter von 14 Jahren, erfuhr ein junges Elternpaar. Ebenfalls um familiäre Aspekte ging es auch in Köln, wo ein Student ein sehr persönliches Anliegen vorbrachte: „Was passiert, wenn meine Eltern nicht zahlen?“ Auch hier kam die Antwort prompt und sorgte für Zuversicht: Wenn Eltern nicht zahlen, gibt es die Möglichkeit der Vorausleistung. „Ach, das ist gut zu wissen“, meinte der junge Kölner sichtlich erleichtert.

Nicht zuletzt lobten die Studierenden, dass die verteilten Streuartikel mit dem roten BAföG-Herz ihren Ansprüchen an Nachhaltigkeit gerecht wurden. „Eine tolle Aktion!“, so eine Studentin aus Kiel.