BAföG für Auszubildende mit Kind

Studium oder Schulbesuch mit Kind – das ist eine große Herausforderung. Damit Eltern sich ihrer eigenen Ausbildung ausreichend und möglichst sorgenfrei widmen können, gibt es im BAföG einen Kinderbetreuungszuschlag. 

Studieren mit Kind

Ein fiktiver Fall: Lisa hat gleich zu Beginn des Studiums ein Kind bekommen. Trotz der doppelten Belastung von Kind und Uni möchte sie ihr Bachelorstudium abschließen. Auch ein anschließendes Masterstudium kommt für sie in Frage. Neben der Betreuung des Kindes und dem Schreiben der Hausarbeiten findet sie aber kaum Zeit, noch als Hilfskraft zu arbeiten oder in einem Restaurant auszuhelfen.

Was kann Lisa nun machen? Ganz einfach: Als Teil der BAföG-Unterstützung kann sie einen Kinderbetreuungszuschlag beantragen. Mit diesem Zuschlag kann sie beispielsweise für die Betreuung des Kindes zahlen, um sich in dieser Zeit ihrer Ausbildung zu widmen. Dieser Zuschlag von 130 Euro pro Monat für jedes Kind steht ihr solange zu, wie sie während ihrer mit BAföG geförderten Ausbildung mit mindestens einem eigenen Kind unter 10 Jahren in einem Haushalt lebt.

Gut, zu wissen: Der Kinderbetreuungszuschlag ist ein Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss! Leben die Eltern zusammen und erhalten sie beide BAföG, müssen sie sich darüber verständigen, wer von beiden den Kinderzuschlag für ihr(e) Kind(er) bekommen soll. Den Betrag gibt es dann natürlich nur einmal. Den Kinderbetreuungszuschlag können auch BAföG-berechtigte Schülerinnen und Schüler beziehen.

Für Studierende mit Kind gilt außerdem: Wenn sich die Studienzeit verlängert, weil die Ausbildung während der Schwangerschaft oder nachdem ein Kind zur Welt gekommen ist, nicht mehr mit vollem Einsatz betrieben werden konnte und die Ausbildung deshalb nicht mehr in der Regelstudienzeit zu schaffen ist, kann die Förderung für eine angemessene Zeit verlängert werden. Auch für diese Verlängerungszeit wird die Ausbildungsförderung als Zuschuss gewährt,  das heißt die Studierenden werden durch die schwangerschafts- und erziehungsbedingte Verlängerung der Ausbildung finanziell nicht belastet.

Für Schülerinnen und Schüler wird die Förderung ohnehin als Vollzuschuss und solange gewährt, wie die Schule besucht wird, also auch wenn wegen der Betreuung eigener Kinder eine Jahrgangsstufe wiederholt werden muss.